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Bifaziale PV-Module für Unternehmen: Lohnt sich der Einsatz wirklich?

Bifaziale PV-Module nutzen auch reflektiertes Licht über die Rückseite und erzielen so Ertragssteigerungen von bis zu 30 %. Besonders für Freiflächen, Agri-PV oder Solar-Carports bietet diese Technologie ein enormes Potenzial, sofern der Standort und die Reflexionseigenschaften optimal geplant werden.

(Aktualisiert April 2026) Bifaziale PV-Module gelten als eine der wichtigsten Weiterentwicklungen in der Photovoltaik. Sie können Licht von Vorder- und Rückseite nutzen und dadurch höhere Stromerträge erzielen.

Doch entscheidend ist die Frage: Sind bifaziale Module auch für gewerbliche PV-Anlagen wirtschaftlich sinnvoll?

Was sind bifaziale PV-Module? (einfach erklärt)

Bifaziale PV-Module erzeugen Strom nicht nur über die Vorderseite, sondern auch über die Rückseite.

  • Vorderseite → direktes Sonnenlicht
  • Rückseite → reflektiertes Licht (z. B. von Boden, Schnee, Fassaden)

Ergebnis: Mehrertrag von ca. 5 bis 30 % möglich (standortabhängig)

Wann lohnen sich bifaziale PV-Module wirklich?

Bifaziale Module sind nicht pauschal besser, sondern stark abhängig vom Einsatzort.

Sinnvoll bei:

Grund: Hier kann die Rückseite effektiv Strom erzeugen

Weniger sinnvoll bei:

  • klassischen Schrägdächern
  • dicht belegten Flachdächern
  • dunklen Untergründen (Asphalt, Bitumen)
  • begrenztem Abstand zum Untergrund

Grund: Kaum Reflexion → kaum Mehrertrag

Vorteile bifazialer PV-Module

1. Höherer Stromertrag

  • Nutzung von direktem + reflektiertem Licht
  • besonders stark bei optimalen Bedingungen

2. Besseres Schwachlichtverhalten

  • stabilere Erträge bei diffusem Licht

3. Höhere Flächeneffizienz

  • mehr Ertrag pro Quadratmeter ist möglich

4. Technische Robustheit

  • langlebiger und stabiler
  • oft als Glas-Glas-Module ausgeführt

Nachteile bifazialer PV-Module

1. Höhere Investitionskosten

  • ca. 10–20 % teurer
  • im Großanlagenbereich teilweise deutlich mehr

2. Aufwendigere Planung

  • optimale Höhe und Abstand erforderlich
  • komplexere Montagesysteme

3. Abhängigkeit vom Standort

  • Mehrertrag stark variabel
  • falsche Planung → kaum wirtschaftlicher Vorteil

4. Wartung und Verschmutzung

  • zusätzlicher Wartungsaufwand möglich
  • Rückseite muss sauber bleiben

Vergleich: Bifazial vs. konventionell

KriteriumBifaziale ModuleKonventionelle Module
Stromertraghöher (standortabhängig)stabil
Kostenhöhermás favorable
Planificaciónkomplexerstandardisiert
Einsatzbereichspezifischuniversell
Eficacia económicaabhängig vom Setupmeist berechenbarer

Wie stark ist der Mehrertrag wirklich?

Typische Werte:

  • Standardbedingungen: +5–10 %
  • Optimierte Freifläche: +10–20 %
  • Idealbedingungen (z. B. Schnee): hasta 30 %

Wichtig: Der Mehrertrag muss höher sein als die Mehrkosten – sonst lohnt es sich nicht.

Welche Faktoren entscheiden über die Wirtschaftlichkeit?

Für gewerbliche PV-Anlagen sind folgende Punkte bei der Auswahl der PV-Module entscheidend:

  • Reflexionsgrad des Untergrunds (Albedo)
  • Montagehöhe und -winkel
  • Verschattung
  • Wartungskonzept
  • Costes de inversión
  • Strompreis und Eigenverbrauch

Fazit daraus: Ohne detaillierte Planung keine valide Aussage möglich

Typische Einsatzbereiche im Gewerbe

Bifaziale Module werden heute vor allem eingesetzt bei:

Weniger relevant sind sie für klassische Industrie- und Gewerbedächer.

Praxis-Empfehlung für Unternehmen

Für die meisten Unternehmen gilt:

Standard-Dachanlagen = meist monofaziale Module wirtschaftlicher

Spezialflächen oder Freiflächen = bifaziale Module prüfen

Der entscheidende Faktor ist nicht die Technologie, sondern die projektspezifische Wirtschaftlichkeit

Fazit: Bifaziale Module sind kein Standard – sondern eine Speziallösung

Bifaziale PV-Module bieten klare technische Vorteile und können unter optimalen Bedingungen deutlich höhere Erträge liefern.

Für gewerbliche PV-Anlagen gilt jedoch: Sie sind keine pauschal bessere Lösung, sondern eine standortabhängige Optimierungstechnologie.

  • Bei Freiflächen und speziellen Anwendungen → oft sinnvoll
  • Bei klassischen Dachanlagen → häufig wirtschaftlich unterlegen

Entscheidend ist immer eine individuelle Planung und Wirtschaftlichkeitsanalyse

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