Stand: 27.02.2026. Eine bundesweit einheitliche Photovoltaïque obligatoire für Industrie- und Gewerbeimmobilien existiert in Deutschland weiterhin nicht. Zwar wurde auf Bundesebene politisch mehrfach eine Harmonisierung angekündigt, tatsächlich liegt die Gesetzgebungskompetenz aber weitgehend bei den Bundesländern. Dadurch gilt derzeit ein Flickenteppich aus unterschiedlichen Verpflichtungen, Übergangsfristen und Schwellenwerten. Parallel steigt jedoch der regulatorische Druck deutlich, weil sowohl nationale Klimaziele als auch europäische Vorgaben eine schnellere Integration von Photovoltaik in den Gebäudesektor verlangen.
Zentraler Treiber auf EU-Ebene ist die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD). Diese verpflichtet die Mitgliedstaaten, neue Anforderungen an die Nutzung von Solarenergie auf Gebäuden einzuführen. Die Umsetzung der aktuellen Vorgaben in nationales Recht muss spätestens bis zum 29. Mai 2026 erfolgen. Damit ist absehbar, dass bestehende Landesregelungen angepasst und bisherige Lücken geschlossen werden. Für Unternehmen bedeutet das: Selbst wenn am jeweiligen Standort heute noch keine Pflicht gilt, kann sich die Rechtslage kurzfristig ändern.

L'obligation d'installer des panneaux photovoltaïques sur les toits commerciaux s'applique ici
Auf Länderebene haben zahlreiche Bundesländer bereits verbindliche Vorgaben eingeführt. Besonders früh war Baden-Württemberg, wo seit 2022 eine Pflicht für neue Nichtwohngebäude und seit 2023 auch bei grundlegenden Dachsanierungen gilt. Auch Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern haben inzwischen verbindliche Solarpflichten für gewerbliche Neubauten eingeführt, teils ergänzt um Anforderungen bei Dachsanierungen im Bestand. Bremen hat ein gestuftes Modell etabliert, bei dem zunächst Sanierungen und anschließend auch Neubauten erfasst wurden. In Nordrhein-Westfalen gelten Vorgaben bereits für bestimmte Gebäudekategorien und werden schrittweise ausgeweitet, während Brandenburg Teilpflichten für gewerbliche Gebäude eingeführt hat und weitere Verschärfungen vorbereitet.
Andere Bundesländer verfolgen bislang zurückhaltendere Strategien. In Hessen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern bestehen derzeit keine flächendeckenden landesweiten Verpflichtungen für gewerbliche Gebäude. Dort beschränken sich Vorgaben häufig auf öffentliche Neubauten, kommunale Liegenschaften oder Förderprogramme statt gesetzlicher Installationspflichten. Dennoch existieren auch hier politische Diskussionen über eine Einführung, häufig mit Verweis auf Wettbewerbsnachteile für Länder ohne Solarpflicht.
Les grands parkings commerciaux sont également concernés

Neben Dachflächen geraten zunehmend auch versiegelte Flächen in den Fokus der Gesetzgebung. Mehrere Länder verlangen bereits Abris de voiture solaires für neu gebaute Großparkplätze ab einer bestimmten Stellplatzzahl. Diese Regelungen verfolgen ein doppeltes Ziel: zusätzliche Solarstromerzeugung ohne Flächenkonkurrenz sowie gleichzeitigen Witterungsschutz für Fahrzeuge. Schwellenwerte, Anrechnungsmodelle und Ausnahmen unterscheiden sich jedoch stark zwischen den Ländern.
Vereinheitlichung der PV-Plicht durch EPBD in Sicht
Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Die regulatorische Entwicklung bewegt sich bundesweit in Richtung flächendeckender Solarpflichten, auch wenn der Weg dorthin weiterhin über unterschiedliche Landesgesetze führt. Spätestens mit der verpflichtenden Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie bis Mai 2026 ist davon auszugehen, dass sich die Anforderungen weiter angleichen und in vielen Regionen verschärfen. Für Industrie- und Gewerbeunternehmen wird es daher zunehmend entscheidend, Bau- und Sanierungsprojekte frühzeitig unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Landesvorschriften zu planen, um Genehmigungsrisiken und Nachrüstungskosten zu vermeiden.
Aperçu de l'obligation de PV par Land

| Places de stationnement (nouvelle construction) | PV sur le toit (pour les nouvelles constructions) | PV de toit (en cas de rénovation) | |
| Bade-Wurtemberg | à partir de 35 emplacements | depuis 2022 | depuis 2023 |
| Bavière | en cours de planification | depuis mars 2023 | depuis 2025 |
| Berlin | in Planung – Förderung ab 35 Stellplätzen | depuis 2023 | depuis 2023 |
| Brandebourg | à partir de 35 emplacements | depuis le 01.06.2024 | seit Mitte 2025 |
| Brême | à partir de 25 emplacements | depuis 2025 | depuis la mi-2024 |
| Hambourg | à partir de 35 emplacements | depuis 2023 | depuis 2024 |
| Hesse | à partir de 50 emplacements | en cours de planification | en cours de planification |
| Mecklembourg-Poméranie occidentale | in Planung – regional unterschiedlich | bisher nur öffentl. Gebäude – regional unterschiedlich | en cours de planification |
| Basse-Saxe | à partir de 25 emplacements | depuis 2023 | depuis 2025 |
| Rhénanie-du-Nord-Westphalie | à partir de 35 emplacements | depuis 2023 bâtiments publics ou industriels à partir de 2024 | seit 2026 |
| Rhénanie-Palatinat | à partir de 50 emplacements | depuis 2022 | seit 2024 bei öff. Gebäuden |
| Sarre | geplant ab 35 Stellplätzen im Laufe von 2025 | Seit Sept. 2025 | en cours de planification |
| Saxe | en cas de réglementation au niveau fédéral | en cas de réglementation au niveau fédéral | en cas de réglementation au niveau fédéral |
| Saxe-Anhalt | en cours de planification | en cours de planification | en cours de planification |
| Schleswig-Holstein | à partir de 100 emplacements | depuis 2023 | depuis 2023 |
| Thuringe | en cours de planification | en cours de planification | en cours de planification |
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